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Aktuell

Doppelkontrolle – Praktische Tipps für sichere Checks bei Hochrisiko-Medikation

Sicherheitschecks bei der Patientenversorgung gehören zum klinischen Alltag. Bei Hochrisiko-Arzneimitteln, etwa für Krebspatienten, kommt oft die so genannte Doppelkontrolle zur Anwendung. Aus Sicht der Patientensicherheit verlaufen die Doppelkontrollen im Medikationsprozess häufig nicht optimal, und es gibt keine nationalen Standards. Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz hat deshalb erstmals für Schweizer Spitäler eine Empfehlung mit praktischen Tipps zur Kontrolle von Hochrisiko-Medikation erarbeitet. Sie helfen Gesundheitsfachleuten, Checks im Medikationsprozess optimal zu planen und zu...


Patientensicherheit durch Meldesysteme: Fachleute und Politik fordern gesetzliche Grundlagen

«Der Sicherheitskultur im Gesundheitswesen muss gesetzlich mehr Gewicht gegeben werden», sagte die Vizepräsidentin der nationalen Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit, CVP-Nationalrätin Ruth Humbel an der CIRRNET-Tagung von Patientensicherheit Schweiz am 18.9. 2018 in Bern. Sie war eine von rund einem Dutzend Refererierenden zum Thema fehlende gesetzliche Regelungen für CIRS-Systeme im Spannungsfeld von Vertraulichkeitsschutz und Transparenz und plädierte dafür, dass es wie in der Flugsicherung eine bundesweite Regelung für Fehler-Meldesysteme geben soll. Humbel bekannte, dass...


Mehr Sicherheit bei Blasenkathetern: Erfolgreiche Massnahmen

Das nationale Pilotprogramm «progress! Sicherheit bei Blasenkathetern» von Patientensicherheit Schweiz und Swissnoso ist ausgewertet. Es zeigt sich, dass die getesteten Empfehlungen Patientinnen und Patienten schützen: Es treten weniger nicht-infektiöse Komplikationen auf und unnötige Katheterisierungen werden vermieden. Als nächster Schritt soll das geprüfte Interventionsbündel in möglichst vielen Spitälern umgesetzt werden, denn Blasenkatheter bergen bei langem Einsatz unter anderem die Gefahr von Harnwegsinfektionen.


Projekte

Medikamentenplan Unerwünschte Reaktionen auf Medikamente und Medikationsfehler gehören zu den grössten Risiken, welche die Patientensicherheit im Spital beeinträchtigen. Untersuchungen zufolge sind allein in der Schweiz geschätzte 20‘000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Deshalb stellte die nationale Aktionswoche Patientensicherheit 2016 den Medikationsplan ins Zentrum aller Aktivitäten.
Aktionswoche 2017 Daten, die Patientensicherheit erhoben hat, zeigen: Jede dritte Fachperson des Gesundheitswesens hat bei Sicherheitsbedenken schon einmal geschwiegen. Gründe dafür sind Hierarchien und Resignation. Doch mehr als die Hälfte gab an, schon einen Zwischenfall verhindert zu haben, indem Bedenken ausgesprochen wurden. Dem Thema Speak up widmet Patientensicherheit Schweiz deshalb Forschung und Praxis. Ein Beispiel dafür war die Aktionswoche 2017.
CIRRNET Das Critical Incident Reporting & Reacting NETwork CIRRNET® von Patientensicherheit Schweiz unterstützt die angeschlossenen Institutionen darin, gemeinsam aus ungewollten Zwischenfällen zu lernen. Patientensicherheit Schweiz bereitet die Daten auf und erstellt daraus sogenannte Quick Alerts®. CIRRNET wurde in Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation (SGAR) und mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesunheit (BAG) aufgebaut.
CIRRNET-Tagung 2018 Bisher gingen die Nutzerinnen und Nutzer von Fehlermeldesystemen wie Cirrnet® davon aus, dass ihre Einträge vertraulich sind. Ein Bundesgerichtsentscheid stellt dies in Frage. An der CIRRNET-Tagung 2018 vom 18. September in Bern forderte Patientensicherheit Schweiz gemeinsam mit Fachleuten aus Politk, Gesundheitswesen und Aviatik ein Bundesgesetz zur Patientensicherheit und Fehlermeldesystemen.
Design Das Design von Etiketten, Räumen und Prozessen hat Auswirkungen auf die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Dazu lancierte Patientensicherheit eine Debatte und ein Projekt.
Doppelkontrolle Sicherheitschecks bei der Patientenversorgung gehören zum klinischen Alltag. Bei Hochrisiko-Arzneimitteln, etwa für Krebspatienten, kommt oft die so genannte Doppelkontrolle zur Anwendung. Diese verläuft häufig nicht optimal, und es gibt keine nationalen Standards. Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz gibt deshalb eine Empfehlung mit praktischen Tipps zur Kontrolle von Hochrisiko-Medikation für Spitäler heraus.
ERA Wie kann vermieden werden, dass Fehler geschehen? Eine wichtige Frage für Patientinnen, Ärzte, Pflegende. Eine Möglichkeit bietet der konstruktive Umgang mit Zwischenfällen mittels systemischer Fehleranalyse. Patientensicherheit Schweiz bietet Error&Risk Analysis-Kurse an. In Zusammenarbeit mit den Autoren Sally Adams und Charles Vincent hat sie das Vorgehen zur Analyse eines Zwischenfalls nach «London Protocol» auf die Schweiz adaptiert. Es handelt sich um eine leicht lernbare und praxiserprobte Methode.
Frühwarnsystem Mit einem Frühwarnsystem können stationäre Patienten und Patientinnen, deren Gesundheitszustand sich kritisch verschlechtert, frühzeitig erkannt und rasch behandelt werden. Ein Projekt der Stiftung Patientensicherheit Schweiz widmet sich der Implementierung eines validierten Instruments (Modified Early Warning Score = MEWS) in Schweizer Spitäler und der Entwicklung von Handlungsempfehlungen.
Zwischenfall Für die konstruktive Bewältigung eines Behandlungs- oder Medikationsfehlers sind die Offenlegung der Fakten sowie die emotionale Unterstützung der Betroffenen entscheidend. Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz bietet dafür eine Reihe von Unterlagen sowie interaktive Workshops an, die Fachpersonen befähigen, die wichtigsten Aspekte bei der Kommunikation nach einem Zwischenfall zu berücksichtigen.
Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen Komplikationen, ungewöhnliche Behandlungsverläufe und unerwartete Todesfälle werden im Rahmen von Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (MoMo oder M&M) retrospektiv aufgearbeitet. Patientensicherheit Schweiz und die FMH haben ein Projekt lanciert mit dem Ziel, die MoMo in der Schweiz als wichtiges Instrument zur Förderung der Patientensicherheit zu stärken.
Informationstechnologie «Ein schlechtes digitales System mit Datenlücken ist ein grosses Risiko», sagt Prof. Dr. David Schwappach, wissenschaftlicher Leiter von Patientensicherheit Schweiz. Er übt Kritik an der Art und Weise, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen umgesetzt wird. Auch in der Onkologie birgt der Einsatz von Informationstechnologie (Health information technology, HIT) Gefahren. Deshalb widmet Patientensicherheit Schweiz diesem Thema ein Projekt. Es soll Fachleuten Risiken aufzeigen und Gefahrenquellen identifizieren, um die Patientensicherheit zu erhöhen.
progress! Sichere Chirurgie Sogar hervorragend ausgebildete und hoch motivierte Fachleute sind nicht davor gefeit, Fehler zu machen. Um die Zahl der invasiven Zwischenfälle in der Schweiz zu senken, hat Patientensicherheit Schweiz vom Sommer 2013 bis Sommer 2015 das Pilotprogramm progress! Sichere Chirurgie durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass das ausnahmslose und komplette Durcharbeiten der dreiteiligen Checkliste hilft, Fehler zu vermeiden oder rechtzeitig abzuwenden.
progress! Sichere Medikation an Schnittstellen Was können Patientinnen, Ärzte, Pflegende und Apotheker tun, um Medikamentenfehler beim Spitaleintritt vermeiden zu helfen? Dies hat Patientensicherheit Schweiz zusammen mit acht Pilotspitälern erforscht und erprobt. Eine Reihe praktischer Hilfsmittel für Patienten und für Leistungserbringende im Gesundheitswesen sind das Resultat dieses nationalen Projektes, das massgeblich vom BAG mitfinanziert wurde. Hintergrund ist, dass jährlich 20‘000 Spitalaufenthalte hierzulande allein auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen sind. Jeder zehnte Spitalpatient wird durch Medikationsfehler oder unerwünschte Wirkungen geschädigt.
progress! Sicherheit bei Blasenkathetern Jede sechste hospitalisierte Person erhält hierzulande einen Blasenkatheter. In 3 bis 7 Prozent pro Tag birgt er das Risiko einer Infektion. Nach 30 Kathetertagen weisen trotz ordnungsgemässer Pflege alle Patienten eine Bakteriurie auf. Ein Viertel davon erkrankt an einer Infektion. Das dritte nationale progress!-Programm soll unter der Maxime «seltener, kürzer, sicherer» die Einsatzhäufigkeit und Einsatzdauer von Blasenkathetern reduzieren sowie die Sicherheit bei der Einlage beim Patienten erhöhen.
Speak Up Manchmal kommt es zu Fehlern in der Medizin, obwohl ein Beteiligter rechtzeitig bemerkt, dass etwas schief läuft. Doch die Person äussert sich nicht oder wird nicht gehört. Patientensicherheit Schweiz hat das Thema im Rahmen eines Forschungsprojekts für die Schweiz aufgearbeitet. Daraus wurden Empfehlungen und ein Monitoringinstrument entwickelt.
Speak Up-Kurse In der Patientenversorgung und Patientensicherheit heisst «Speaking up», Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzte anzusprechen, wenn die Sicherheit von Patientinnen und Patienten gefährdet ist oder scheint, um dadurch Risiken von Patienten abzuwenden. Patientensicherheit Schweiz bietet Kurse für Fachleute an, in der die Kommunikationskultur reflektiert und das Speaking up eingeübt wird.
Täter Die Auseinandersetzung mit Fehlern findet in der Medizin leider noch oft im Stillen statt. Die Schriftenreihe "Täter als Opfer" unterstützt Betroffene.
Vincristin In der internationalen Literatur sind über 100 Fälle bekannt, in denen das Zytostatikum Vincristin versehentlich intrathekal statt intravenös verabreicht wurde. Dies hat tödliche Folgen für den Patienten. Um solche Fehlapplikationen zu vermeiden, haben verschiedene Institutionen Empfehlungen publiziert. Darin wird erläutert, dass beispielsweise mit einem Wechsel der Darreichungsform von Vincristin auf Infusionsbeutel eine Fehlapplikation vermieden werden könnte, da eine Infusion kaum intrathekal verabreicht würde. Eine Studie aus Deutschland zeigt allerdings, dass diese Empfehlungen nur beschränkt umgesetzt werden. Patientensicherheit Schweiz erforscht sie Situation in der Schweiz.

Publikationen

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Quick-Alerts®

Quick-Alert Nr. 42 – Risiken und Nebenwirkungen des Point of Care Testing (POCT) im Spital

Point of Care Testing-Geräte sind aus dem klinischen Alltag von Gesundheitseinrichtungen nicht mehr wegzudenken. Die patientennah durchgeführten Laboranalysen werden häufig direkt am Patientenbett durchgeführt.


Quick-Alert Nr. 41 – Direkte orale Antikoagulantien: Vermeidung ungewollter Duplikationen

Mit der Einführung der direkten oralen Antikoagulantien hat sich auch das Management der perioperativen Antikoagulation deutlich verändert. Das wesentliche Risiko einer medikamentösen Antikoagulation ist die Blutungsgefahr.


Quick-Alert Nr. 40 – Die richtige Trägerlösung: Aqua ad iniectabilia, Glucose 5%, Ringer-Acetat, Ringer-Lactat oder doch sicherheitshalber NaCl 0.9%?

Gemäss oben beschriebener CIRRNET-Fälle kommt es immer wieder vor, dass beim Zubereiten von Medikamenten für die parenterale Applikation Trägerlösungen wie NaCl 0.9%, Glucose 5%, Ringer-Lactat-, Ringer-Acetat-Lösung oder Aqua ad iniectabilia falsch zur Anwendung kommen.


Paper of the months

Paper of the Month Nr. 74 – Systematisches Kurz-Feedback zwischen Ärztinnen und Ärzten auf dem Notfall

Die sichere Behandlung von Patienten auf der Notfallstation ist eine besondere Herausforderung. Freund et al. untersuchten in ihrer Studie, ob der systematische Austausch zwischen zwei Notfallärztärzten die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse reduziert.


Paper of the Month Nr. 72 – Analyse von schweren Zwischenfällen:Nachhaltige und wirksame Massnahmen

Aus der Aufarbeitung und Analyse von schweren Zwischenfällen können wichtige Lehren für die Verbesserung der Patientensicherheit gezogen werden. Im Rahmen einer solchen Analyse können Ursachen identifiziert und wirksame und nachhaltige Präventionsmassnahmen abgeleitet werden. Hibbert und Kollegen untersuchten, welche Art von Massnahmen in RCAs abgeleitet wird.


Paper of the Month Nr. 71 – Digitale Austrittsberichte: Effekt auf Mortalität und Rehospitalisationen?

Santana et al. untersuchten in Kanada in einer randomisierten Studie, ob der Einsatz von elektronischen Austrittsberichten die Mortalität und Rehospitalisierung von Patienten wirksam reduziert.


Paper of the Month Nr. 69 – Analyse von Sicherheitsklima-Befragungen: Andere Methode – anderes Resultat?!

Giai et al. untersuchten die Frage, ob unterschiedliche Verfahren der Aggregation der Sicherheitsklima-Daten zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.


Paper of the Month Nr. 68 – Ordnung auf dem Tablett! Auswirkungen eines neu designten Spritzen-Tabletts in der Anästhesie

Grigg et al. untersuchten die Auswirkung einer systemischen Massnahme auf die Wahrscheinlichkeit von Medikationsfehlern in der Kinderanästhesie.


Paper of the Month Nr. 67 – Warum dauert es so lang? Videoanalyse der Reaktionszeiten auf physiologische Monitoralarme

Bonafide und Kollegen wählten die Methode der Videoanalyse, um die Reaktionszeiten auf Monitoralarme und ihren Kontext zu untersuchen.


Paper of the Month Nr. 66 – Familien als Partner in der Detektion von Fehlern und Zwischenfällen

Khan et al. entwickelten und erprobten in ihrer Studie einen methodischen Ansatz, in dem die Angehörigen hospitalisierter Kinder in die Erfassung von Fehlern und unerwünschten Ereignissen einbezogen werden.


Paper of the Month Nr. 65 – Fixierungsmassnahmen und ihr Zusammenhang mit dem Skill-mix des Pflegepersonals

Der angestrebte Verzicht auf Fixierungsmassnahmen kann eine aufwendigere Patientenbetreuung erfordern. Daher vermuteten Staggs et al. einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Anwendung von Fixierungsmassnahmen und der Verfügbarkeit von qualifiziertem Pflegepersonal.


Paper of the Month Nr. 64 – Wegen unerwünschter Arzneimittelereignisse in die Notaufnahme

Shehab et al. untersuchten, wie häufig Patienten wegen unerwünschter Arzneimittelereignisse die Notfallabteilung in Anspruch nehmen, welche Medikamente besonders häufig involviert sind und wie oft die Patienten hospitalisiert werden.


Paper of the Month Nr. 63 – Ursachen ungeplanter Verlegungen auf die IPS: ‚Patchwork‘ im Monitoring

Van Galen et al. führten in ihrer retrospektiven Studie eine systematische Ursachenanalyse von 49 ungeplanten Verlegungen von Patienten allgemeiner Bettenstationen der Universitätsklinik Amsterdam auf die IPS durch.


Paper of the Month Nr. 62 – Häufigkeit und Natur von intraoperativen Zwischenfällen in der Gefässchirurgie

Lear et al. berichten über die LEAP-Studie (Landscape of Error in Aortic Procedures), deren Ziel die Beschreibung von Zwischenfällen und Fehlern während offener und minimalinvasiver Aortenoperationen (EVAR) war.


Paper of the Month Nr. 61 – MoMo reloaded: Spitalweite Implementierung einer strukturierten Mortalitäts-Morbiditäts-Konferenz

Kwok et al. führten das OM3 in einem kanadischen Lehrkrankenhaus ein.


Paper of the Month Nr. 60 – Zwischenfälle im Spital – mit welcher Methode erfahren wir am meisten von Patienten?

O’Hara et al. untersuchten in ihrer Arbeit, welcher Mechanismus am besten geeignet ist, um Patientenberichte über sicherheitsrelevante Ereignisse (PSE) möglichst umfassend zu erheben.


Paper of the Month Nr. 59 – «Raum des Horrors» – die Aufmerksamkeit für Patientensicherheits-Risiken trainieren

Farnan et al. beschreiben in ihrer Studie eine Simulationsübung für Medizinstudierende und Assistenzärzte. Ziel der Übung ist es, eigenständig Gefahren für die Patientensicherheit in einer typischen Behandlungssituation zu erkennen.


Paper of the Month Nr. 57 – Wenn die Arzneimittel-Allergie mit einem «Klick» weg ist

Topaz und Kollegen untersuchten in ihrer retrospektiven Analyse, wie häufig es zu Allergie-Warnmeldungen kommt, welche Arzneimittel betroffen sind und wie Verordnende mit den automatisierten Warnungen umgehen.


Paper of the Month Nr. 56 – Return on Investment: Lohnt sich die spitalweite Implementierung des Crew-Resource-Managements?

Moffatt-Bruce und Kollegen untersuchten, ob sich die spitalweite Implementierung eines CRM-Trainings ökonomisch „lohnt“.


Paper of the Month Nr. 55 – Temporäre Vornamen zur Vermeidung von Verwechslungen in der Neonatologie

Adelman et al. untersuchten nun auf zwei grossen NICUs in den USA, ob die Einführung temporärer, aber spezifischer Vornamen bei Neugeborenen zu mehr Sicherheit führt.


Paper of the Month Nr. 54 – Einfluss von Ablenkungen auf die Rechts-Links-Unterscheidungsfähigkeit

McKinley et al. untersuchten die Rechts-Links-Unterscheidungsfähigkeit von Medizinstudierenden unter experimentellen Bedin-gungen, die verschiedene Ablenkungen involvierten.


Paper of the Month Nr. 53 – Fehlende Angaben zum Körpergewicht bei Medikamenten mit engem therapeutischen Index

Charani et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig das Körpergewicht bei Eintritt im Spital nicht erhoben und dokumentiert wird, insbesondere bei Patienten, die Antibiotika mit engem therapeutischem Index erhalten.


Paper of the Month Nr. 52 – Erweiterung des Trigger-Tools zur zeitnahen Analyse von unerwünschten Ereignissen für Verbesserungsaktivitäten

Wong et al. entwickelten und erprobten nun einen neuen Ansatz. Dabei erweiterten sie die Analyse von Krankenakten mithilfe eines Trigger-Tools in nahezu Echtzeit um ein Debriefing der beteiligten Fachpersonen.


Paper of the Month Nr. 51 – Elektronische Verordnungssysteme: Analyse von Fehlern und Fehleranfälligkeiten

Die Grundüberlegung dabei ist, dass die Technologie den Benutzer durch Limitierungen (z.B. Dosierungsgrenzen) und Warnhinweise vor fehlerhaften Verordnungen schützt. Schiff et al. untersuchten dies in einer sehr praxisnahen, zweistufigen Studie.


Paper of the Month Nr. 50 – Reduktion von Fehlern und Schädigungen durch verbesserte Patienten-Übergaben

In einer grossen multizentrischen Studie in den USA wurde die Wirksamkeit einer Übergabe-Intervention untersucht, und zwar anders als in vielen bisherigen Studien hinsichtlich patientenrelevanter Outcomes (unerwünschte Ereignisse).


Paper of the Month Nr. 49 – Besser früh als spät: Zweifelhafte Verordnungen von Antibiotika im Tagesverlauf

Ärzte, die zum Beispiel am Abend nach einer Vielzahl klinisch anspruchsvoller Aufgaben und Entscheidungen „entschei-dungsmüde“ sind, würden demnach häufiger Antibiotika verordnen. Genau dieser Frage widmeten sich Linder et al. Die Wissenschaftler untersuchten, ob der Zeitpunkt einer Konsultation im Tagesverlauf mit einer zweifelhaften Antibiotikaverordnung assoziiert ist.


Paper of the Month Nr. 48 – Vermeidung von Verwechslungen durch Patientenfotos auf dem Röntgenbild

Tridandapani et al. untersuchten in ihrer experimentellen Studie, ob durch die Ergänzung von Patientenfotos auf den Rx-Aufnahmen die Häufigkeit von Zuordnungsfehlern reduziert werden können.


Paper of the Month Nr. 47 – Vermeidung unnötiger Harnkatheter bereits in der Notaufnahme

Fakih et al. berichten in ihrer Studie von einem Qualitätsprojekt, in dem die Rate unangemessener Katheterisierungen in der Notaufnahme reduziert und der Anteil der ärztlichen Verordnungen für die Katheterisierung erhöht werden sollte.


Paper of the Month Nr. 45 – Netzwerkanalyse des Rat-Suchens zu Medikationsfragen zwischen Fachpersonen

Creswick und Westbrook wendeten dieses Verfahren an, um zu untersuchen, wer im Spital bei welchen peers „Medikations-Rat“ einholt, welche weiteren Informationsquellen benutzt werden, und in welchen Zusammenhang die Kommunikationsnetzwerke mit Verordnungsfehlern stehen.


Paper of the Month Nr. 44 – „No-Blame“ Kultur und individuelle Verantwortlichkeit bei wiederholten Regelverletzungen

Driver et al. untersuchten in ihrer Studie, unter welchen Bedingungen und in welcher Form die individuelle Sanktionierung von wiederholten Regelverletzungen von Fachpersonen und Patienten unterstützt wird.


Paper of the Month Nr. 43 – Weniger Fehler und unerwünschte Ereignisse durch verbesserte Übergaben

Starmer et al. untersuchten in einer prospektiven Studie die Wirksamkeit eines Interventionsbündels für bessere Übergaben auf zwei medizinischen Abteilungen eines Kinderspitals in den USA.


Paper of the Month Nr. 42 – Technische Fähigkeiten und Komplikationsraten in der bariatrischen Chirurgie

Birkmeyer et al. untersuchten nun im Rahmen der „Michigan Bariatric Surgery Collaborative“ den direkten Zusammenhang zwischen den technischen skills von Chirurgen und den klinischen outcomes bei laparoskopischen Magenbypassen.


Paper of the Month Nr. 41 – Häufige Anpassungen der Medikation während und nach der Hospitalisation

Harris und Kollegen untersuchten in einer Kohorte von Patienten über 65 Jahren, welche Veränderungen am Medikationsregime während der Hospitalisation vorgenommen werden und ob dieses direkt nach Austritt von den Patienten eingehalten wird.


Paper of the Month Nr. 39 – Austrittskommunikation und Wiederaufnahmen ins Spital

Oduyebo et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig eine solche direkte Kommunikation zwischen Spitalärzten und weiterbehandelndem Arzt stattfindet und ob sie das Risiko für eine Wiederaufnahme reduziert.


Paper of the Month Nr. 37 – Dauer von Haftpflichtverfahren in den USA

Über die Dauer von Haftpflichtverfahren ist insgesamt relativ wenig bekannt, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schweregrad der Patientenschädigung, dem medizinischen Fachgebiet und der Leistung von Schadensersatzzahlungen. Seabury et al. untersuchten diese Aspekte anhand einer grossen und verlässlichen Datenbasis.


Paper of the Month Nr. 35 – Risikofaktoren für Diskrepanzen in der chirurgischen Zählkontrolle

Diskrepanzen in einer Zählkontrolle, also ein Wiederspruch zwischen verwendeten und entfernten Materialien, zeigen an, dass eine mögliche Gefahr für Patienten besteht, die es abzuklären gilt. Rowlands untersuchte in ihrer Studie Faktoren, die mit solchen Inkonsistenzen in einer Zählkontrolle verbunden waren.


Paper of the Month Nr. 34 – Laboruntersuchungen noch am Austrittstag?

Ong et al. gehen in ihrer Studie der Frage nach, wie hoch der Anteil von angeforderten Laboruntersuchungen ist, deren Resultate nicht bis am Austrittstag beurteilt werden.


Paper of the Month Nr. 33 – Positive Effekte eines Sicherheitstrainings in der Chirurgie

Arora et al. entwickelten und evaluierten ein halbtägiges, spezifisches Sicherheitstraining für Chirurgen.


Paper of the Month Nr. 32 – Intervention zur Reduktion von Medikationsfehlern in der intensivmedizinischen Neonatologie

Chedoe et al. führten eine prospektive Vorher-/Nachher-Studie durch, in der sie den Effekt einer mehrschichtigen Schulungsin-tervention auf die Häufigkeit und Schwere von Zubereitungs- und Administrationsfehlern untersuchten.


Paper of the Month Nr. 31 – Teamverhalten bei der Händedesinfektion

Haessler et al. untersuchten nun in einer Beobachtungsstudie den Einfluss von zwei Faktoren auf das Händedesinfektionsverhalten in Teams: Das Desinfektionsverhalten des ranghöchsten Mitarbeiters sowie die Händedesinfektion derjenigen Person, die als erste das Patientenzimmer betritt.


Paper of the Month #30 – Zwischenfälle im Zusammenhang mit Übergaben in der Akutversorgung

Klinische Übergaben zwischen Personen innerhalb derselben (z.B. bei Dienstwechseln) und zwischen Abteilungen finden in der Akutversorgung sehr häufig statt. Schultz et al. untersuchten den Kontext, in dem es zu Zwischenfällen im Zusammenhang mit Übergaben kommt.


Paper of the Month #29 – Medienanalyse der öffentlichen Berichterstattung über Medikationsfehler

Hinchcliff et al. führten eine Medienanalyse durch, in der sie die öffentliche Berichterstattung über Medikationsfehler untersuchten. Sie analysierten, wie häufig und in welchem Kontext über Medikationssicherheit berichtet wird.


Paper of the Month #28 – Unerwünschte Ereignisse im Spital – jeder Tag ein (neues) Risiko?

Aus vielen Ländern liegen inzwischen "adverse event"-Studien vor, welche die Inzidenz unerwünschter Ereignisse bezogen auf stationäre Aufnahmen im Spital quantifizieren. Allerdings fehlen bislang Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Aufenthaltsdauer und unerwünschten Ereignissen analysieren und dabei die methodische Komplexität angemessen berücksichtigen. Hauck und Zhao entwickelten ein Modell, das diese Zusammenhänge berückksichtigt.


Paper of the Month #27 – Fehler in Befundberichten: Diktat versus automatische Spracherkennung

Busma und Kollegen untersuchten, ob es in Befundberichten bei der Brustdiagnostik häufiger zu Fehlern kommt, wenn diese durch automatische Spracherkennung (mit medizinischer Spezialsoftware) oder durch Transkription eines Diktates erstellt werden.


Paper of the Month #26 – Fehler bei der intravenösen Verabreichung von Medikamenten im Spital

Westbrook et al. analysierten die Häufigkeit von Fehlern, deren Outcome, sowie mögliche Determinanten für Fehler bei intravenösen Medikamenten.


Paper of the Month #24 – Messen und Verbessern des Sicherheitsklimas in der Intensivmedizin

Das Sicherheitsklima, also die messbare Manifestation der Sicherheitskultur, hat eine wesentliche Bedeutung für die Patientensicherheit und das Risikomanagement. Sexton et al. untersuchten nun den Effekt einer breit angelegten Intervention auf das Sicherheitsklima in einer grossen Kohorte von Intensivpflegestationen (IPS) in Michigan (USA).


Paper of the Month #22 – Einfluss des Designs von Patientenzimmern auf die Hände-Desinfektion

Die Innen-Architektur von Spitälern und damit die Arbeitsumgebung von Fachpersonen können einen erheblichen Einfluss auf die Patientensicherheit haben. Birnbach et al. untersuchten den Einfluss der Platzierung von Desinfektionsmittel-Spendern auf die Durchführung der Hände-Desinfektion bei simulierten Patientenbehandlungen.


Paper of the Month #21 – Häufigkeit und Charakteristika von Übergabe-Ereignissen in einem internen Meldesystem

Pezzolesi et al. werteten die in einem internen Meldesystem (CIRS) dokumentierten Ereignisse aus, die im Zusammenhang mit Übergaben standen.


Paper of the Month #20 – Kosten-Wirksamkeitsanalyse der WHO-Checkliste in der Chirurgie

Die WHO lanciert im Rahmen ihrer Kampagne "Safe Surgery Saves Lives" eine Checkliste zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Chirurgie. Semel et al. entwickelten ein entscheidungsanalytisches Modell und untersuchten damit die Kosten relativ zum Nutzen der Implementierung und des systematischen Einsatzes der Checkliste.


Paper of the Month #19 – Dosierungshilfen, Gesundheitskompetenz und Dosierungsfehler bei Eltern

Eltern richten häufig die Medikamente für ihre erkrankten Kinder. Yin et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig Fehler beim Dosieren flüssiger Medikamente durch Eltern auftreten.


Paper of the Month #17 – Beeinflussung des Meldeverhaltens in Fehlermeldesystemen durch vorgängige Risikoanalyse

Im klinischen Risikomanagement werden verschiedene, retrospektive und prospektive, Methoden zur Risikoidentifikation eingesetzt. Es stellt sich die Frage, ob eine vorgängige prospektive Risikoanalyse das CIRS- Meldeverhalten beeinflusst. Kessels-Habraken et al. untersuchten dies in zwei niederländischen Spitälern in einer quasi-experimentellen Studie.


Paper of the Month #16 – Verbesserung der Medikationssicherheit durch eine strukturierte Intervention bei Pflegenden

Medikationsfehler gehören zu den häufigsten Ursachen für unerwünschte Ereignisse und haben ein erhebliches Schadenspotential. Kliger et al. evaluieren in ihrer Studie eine Intervention zur Verbesserung der Sicherheit der Medikamentenvorbereitung und -abgabe in sechs Spitälern der USA.


Paper of the Month #15 – Effektivität eines Luftfahrt-basierten Teamtrainings

Sax et al. untersuchten die Auswirkungen eines multidisziplinäre CRMs in den USA über eine Zeitdauer von 4 Jahren.


Paper of the Month #14 – Merkmale selbst-berichteter ärztlicher Fehler in der Diagnostik

Schiff et al. untersuchten in ihrer Studie diagnostische Fehler, die als solche von Ärzten berichtet wurden.


Paper of the Month #13 – Patienten- und Mitarbeitersicht auf Qualität und Patientensicherheit

Die Studie von Raleigh et al. untersucht diesen Zusammenhang anhand von zwei grossen zeitgleichen Befragungsstudien von Mitarbeitern und Patienten. Insgesamt wurden 81.000 Patienten und 69.500 Mitarbeitende der stationären Akutversorgung in Grossbritannien befragt.


Paper of the Month #12 – Zusammenhang zwischen Erschöpfung und medizinischen Fehlern bei Ärzten

Die Autoren untersuchten in dieser Publikation, ob Schläfrigkeit, Erschöpfung, Depression und Burnout mit dem Berichten eines medizinischen Fehlers – auch unabhängig voneinander – assoziiert sind.


Paper of the Month #10 – Medikations-Diskrepanzen beim Übergang vom Spital ins Pflegeheim

Tija et al. untersuchten, wie häufig Diskrepanzen in den Medikamenten-Verordnungen zwischen verschiedenen Dokumentationen beim Wechsel von der akut-stationären zur subakuten Versorgung in einem Pflegeheim auftreten.


Paper of the Month #9 – Analyse von Schadensfall-Meldungen in Schweden

Pukk-Härenstam et al. untersuchten, wie häufig es zu Schadensmeldungen kommt, wie häufig Schadensmeldungen anerkannt und kompensiert werden, und welche klinischen Bereiche besonders betroffen sind.


Paper of the Month #8 – Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung der Mitarbeiter und nosokomialen Infektionen bei Patienten im Spital

Etwa 5-10% der Patienten ziehen sich während des Spitalaufenthaltes eine Infektion zu. Ein wesentlicher Risikofaktor für solche nosokomialen Infektionen ist die unzureichende Händehygiene der Mitarbeiter. Virtanen et al. untersuchen in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung der Mitarbeiter und der Infektionsrate bei Patienten.


Paper of the Month #7 – Befragung von Ärzten zu Fähigkeiten in der Berechnung von Medikations-Dosierungen

Medikationsfehler stellen eines der wichtigsten Probleme der Patientensicherheit dar. Simpson et al. untersuchen in ihrer Studie die Fähigkeiten von ärztlichen Mitarbeitern eines Spitals in Australien, korrekte Dosierungen zu berechnen.


Paper of the Month #6 – Unterschiedliche Wahrnehmung des Sicherheitsklimas nach Leitungsverantwortung

Singer et al. untersuchten diesen Zusammenhang zwischen der Beurteilung des Patientensicherheitsklimas durch Mitarbeiter und deren Leitungsverantwortung.


Paper of the Month #5 – Patientenerfahrungen mit der Offenlegung von unerwünschten Ereignissen

Iedema et al. berichten erste Evaluationsergebnisse der Umsetzung offizieller Standards zur Offenlegung von unerwünschten Ereignissen gegenüber Patienten in Australien ("open disclosure"-Politik).


Paper of the Month #4 – Zusammenhang zwischen intraoperativem Teamverhalten und Patienten-Outcomes

Mazzocco et al. untersuchen in ihrer quantitativen Studie den Zusammenhang zwischen interpersonellen Interaktionen zwischen Leistungserbringern und den Ergebnissen der Patientenversorgung im Bereich der Chirurgie.


Paper of the Month #3 – Kosten und gesundheitliche Konsequenzen medizinischer Fehler bei chirurgischen Patienten

Encinosa und Hellinger untersuchen die ökonomischen und gesundheitlichen Konsequenzen von medizinischen Fehlern innert 3 Monaten nach der Index-Hospitalisation in einem Kollektiv von 161.000 chirurgischen Patienten.


Paper of the Month #2 - Predictors of Medication Errors Among Elderly Hospitalized Patients

Picone et al. untersuchten die Häufigkeit von Medikationsfehlern, deren Vermeidbarkeit und Schadenspotential sowie Faktoren, die das Auftreten von Medikationsfehlern begünstigen in einem Kollektiv älterer akut-hospitalisierter Patienten.


Paper of the Month #1 – Impact of patient communication problems on the risk of preventable adverse events in acute care settings.

Die Studie von Bartlett et al. untersucht, ob Kommunikationseinschränkungen auf Patientenseite das Risiko für vermeidbare, unerwünschte Ereignisse (preventable AEs) im Spital erhöhen.


Wissenschaftliche Publikationen

Implications of involving pharmacy technicians in obtaining a best possible medication history from the perspectives of pharmaceutical, medical and nursing staff: a qualitative study

Andrea Niederhauser, Chantal Zimmermann, Liat Fishman, David L B Schwappach, BMJ Open 2018;8:e020566. doi:10.1136/bmjopen-2017-020566


Nurses’ and Physicians’ Perceptions of Indwelling Urinary Catheter Practices and Culture in Their Institutions

Objectives Indwelling urinary catheters (IUCs) are commonly used devices in acute care that may lead to catheter-associated urinary tract infections or noninfectious complications. Responsibilities for IUC are usually shared between nurses and physicians, and a common mental model among the two professional groups is thus essential for a successful reduction in catheter use. The aim of this study was to determine variation in the perceptions of current practices and culture regarding IUC use between these two groups.

Results
Nurses and physicians each have their own tasks but also share responsibilities for catheter placement, care, and removal. Overall, nurses were more positive than physicians about current practices and culture regarding IUC use within their institution (mean scale scores = 5.4 for nurses versus 5.1 for physicians, P < 0.001). Perceptions of the two professional groups diverged most strongly on practices to avoid unnecessary placement of IUCs, the presence of shared values and attitudes in support of restrictive catheter use, and the other group's leadership commitment.

Autors
Niederhauser, Andrea, MPH*; Züllig, Stephanie, PhD*; Marschall, Jonas, MD†‡; Schwappach, David LB, PhD*§ progress! Safe Urinary Catheterization Collaboration Group

Source
Journal of Patient Safety: May 29, 2018 - Volume Publish Ahead of Print - Issue - p


Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen in Niedersachsen: Status quo und Weiterentwicklungsbedarf

Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (MMK) sind ein Instrument sowohl des individuellen als auch des organisationalen Lernens in Krankenhäusern und wichtig für die Verbesserung der Patientensicherheit. Bisher war allerdings unklar, wie verbreitet die MMK in Niedersachsen ist und wie sie umgesetzt wird. Das Ziel der Studie war, den Status Quo der MMK in Niedersachsen zu erfassen und Verbesserungspotenzial zu eruieren.

Resultate
In den MMK werden neben fachlichen Themen (37%) zunehmend Probleme in den Prozessen (92%) und der Zusammenarbeit (64%) besprochen. Die Resultate zeigen auch, dass die MMK in Niedersachsen bezüglich Struktur und Prozessen sehr heterogen sind. Trotz hoher Zufriedenheit (85%) und subjektiv eingeschätzter Wirksamkeit (93%) der MMK sehen die meisten Teilnehmenden Verbesserungspotenzial (58%).

Autoren
Schwappach DLB, Häsler L, Strodtmann L, Siggelkow A: «Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen in Niedersachsen» (dt./engl.)

Quelle
ZFQ Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen https://doi.org/10.1016/j.zefq.2018.06.004


Speaking up behaviors and safety climate in an Austrian university hospital

Schwappach DLBS, Sendlhofer G, Häsler L, Gombotz V, Leitgeb K, Hoffmann M, Jantscher L, Brunner G, International Journal for Quality in Health Care 2018. Doi: 10.1093/intqhc/mzy089


Speak up-related climate and its association with healthcare workers’ speaking up and withholding voice behaviours: a cross-sectional survey in Switzerland

Schwappach DLB, Richard A, BMJ Quality & Safety 2018. Doi: 10.1136/bmjqs-2017-007388


Medication Safety in Oncology Care: Mapping Checking Procedures From Prescription to Administration of Chemotherapy

Pfeiffer YP, Gut SS, Schwappach DLB, Journal of Oncology Practice 2018; Doi: 10.1200/JOP.2017.026427


Oncology nurses‘ beliefs and attitudes towards the double-check of chemotherapy medications: a cross-sectional survey study

Schwappach DLB, Taxis K, Pfeiffer Y, BMC Health Services Research 2018. Doi: 10.1186/s12913-018-2937-9


Implementation status of morbidity and mortality conferences in Swiss hospitals: a national cross-sectional survey study

Isabelle Praplan-Rudaz, Yvonne Pfeiffer, David L B Schwappach, International Journal for Quality in Health Care 2018; doi: 10.1093/intqhc/mzx204


Chief physicians’ perceived need for improvement of morbidity and mortality conferences: the role of structural and procedural characteristics.

David L B Schwappach, Lynn Häsler, Yvonne Pfeiffer, BMJ Leader 2018; doi: 10.1136/leader-2017-000052


Chief physicians' attitudes towards early warning score systems in Switzerland: Results of a cross‐sectional survey

Aline Richard, Olga Frank, David Schwappach, Eval Clin Pract. 2017;1–7. doi.org/10.1111/jep.12841


Development and Psychometric Evaluation of the Speaking Up About Patient Safety Questionnaire

Richard, Aline PhD; Pfeiffer, Yvonne PhD; Schwappach, David D.L. PhD, Journal of Patient Safety: August 28, 2017

 


Patient safety climate profiles across time: Strength and level of safety climate associated with a quality improvement program in Switzerland: A cross-sectional survey study

Anna C. Mascherek, David L. B. Schwappach, PLOS ONE


Fehler bei der oralen Kostverabreichung im Spital

Carmen Kerker-Specker, Dr. Olga Frank, Prof. Dr. David Schwappach, SVDE ASDD Info 4/2016


Surgical checklist use in Switzerland 2015 – where are we today?: a cross-sectional national survey study

Anna C. Mascherek, David L. B. Schwappach, Safety in Health (2016) 2:6, DOI 10.1186/s40886-016-0017-6

 


Fehler bei der oralen Kostverabreichung im Spital

Olga Frank, David Schwappach, Carmen Kerker-Specker SCHWEIZERISCHE ÄRZTEZEITUNG, 2016;97(22):793–795


Medication double-checking procedures in clinical practice: a cross-sectional survey of oncology nurses' experiences.

Schwappach DLB, Pfeiffer Y, Taxis K, BMJ Open 2016; 6:e011394 Doi:10.1136/bmjopen-2016-011394


Wenn Schweigen gefährlich ist:,,Speaking-up‘‘ bei Sicherheitsbedenken

David L.B. Schwappach, Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) (2016), Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) (2016), dx.doi.org/10.1016/j.zefq.2016.05.011


Medikationssicherheit bei Spitaleintritt: Offizin-Apotheke als Informationsquelle

Tanja Aebli, Chantal Zimmermann


Programm «progress! Sichere Medikation an Schnittstellen»: Abgleich mit System: Erste Erfahrungen aus den Pilotspitälern

Liat Fishman, Chantal Zimmermann, pharmaJournal 08; 4.2016


Effect of a two-year national quality improvement program on surgical checklist implementation

Anna C. Mascherek, Paula Bezzola, Katrin Gehring, David L.B. Schwappach, Zeitschrift fuer Evidenz, Fortbildung und Qualitaet im Gesundheitswesen Jan 2016


Systematische Analyse von Medikationsfehlern mit Insulin

Olga Frank, Larissa Gehrig, David Schwappach, SCHWEIZERISCHE ÄRZTEZEITUNG, 2015;96(38):1348–1350


Taking up national safety alerts to improve patient safety in hospitals: The perspective of healthcare quality and risk managers

Pfeiffer Y, Schwappach D. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) (2015), dx.doi.org/10.1016/j.zefq.2015.12.007


«Second victims» Die zweiten Opfer menschlicher Fehlbarkeit

Cornel Schiess, David Schwappach, René Schwendimann, Andrea Kobleder, Beate Senn, Krankenpflege 5/2016


Medikationsfehler mit Morphin – eine systematische Analyse

Frank O, Kerker-Specker C, Zimmermann C, Schwappach D SAEZ, Ausgabe 2015/44


Using the theory of planned behaviour to model antecedents of surgical checklist use: a cross-sectional study.

Mascherek AC, Gehring K, Bezzola P, Schwappach, DLB BMC Health Services Research. (2015) 15:462. DOI 10.1186/s12913-015-1122-7


Patientensicherheit in der Shuntchirurgie

D Schwappach, MK Widmer, Gefässchirurgie 2015. DOI 10.1007/s00772-015-0082-x


The impact of medical errors on Swiss anaesthesiologists: a cross-sectional survey

McLennan S, Engel-Glatter S, Meyer AH, Schwappach DLB, Scheidegger, Acta Anaesthesiologica Scandinavica 2015. Doi: 10.1111/aas.12517


Safety climate in Swiss hospital units: Swiss version of the Safety Climate Survey

Katrin Gehring, Anna Mascherek, Paula Bezzola, David Schwappach, Journal of Evaluation in Clinical Practice 2015, doi:10.1111/jep.12326

 


Predictors of healthcare professionals’ attitudes towards family involvement in safety-relevant behaviours: a cross-sectional factorial survey study

R Davis, M Savvopoulou, R Shergill, S Shergill, D Schwappach BMJ Open 2014;4:9 e005549


Frequency of and predictors for withholding patient safety concerns among oncology staff: A survey study

David Schwappach, Katrin Gehring, European Journal of Cancer Care 2014, doi: 10.1111/ecc.12255

 


Silence That Can Be Dangerous: A Vignette Study to Assess Healthcare Professionals’ Likelihood of Speaking up about Safety Concerns

David Schwappach, Katrin Gehring PLOS One 2014, doi: 10.1371/journal.pone.0104720


Frequency of use and knowledge of the WHO-surgical checklist in Swiss hospitals: a cross-sectional online survey

Anna C Mascherek, David LB Schwappach, Paula Bezzola Patient Safety in Surgery 2013; DOI: 10.1186/1754-9493-7-36


Trade-offs between voice and silence: a qualitative exploration of oncology staff's decisions to speak up about safety concerns

David Schwappach, Katrin Gehring BMC Health Services Research 2014, doi: 10.1186/1472-6963-14-303


A vignette study to examine health care professionals’ attitudes towards patient involvement in error

Schwappach DLB, Frank O, Davis RE, Journal of Evaluation in Clinical Practice 2012: doi 10.1111/j.1365-2753.2012.01861.x


Predictors of health care professionals’ attitudes towards involvement in safety-relevant behaviours

Davis R, Briggs M, Arora S, Moss R, Schwappach DLB Journal of Evaluation in Clinical Practice 2013; DOI: 10.1111/jep.12073


'Saying it without words': a qualitative study of oncology staff's experiences with speaking up about safety concerns

David Schwappach, Katrin Gehring BMJ Open 2014, doi: 10.1136/bmjopen-2013-004740


Implementation status of error disclosure standards reported by Swiss hospitals

McLennan S, Engel S, Ruhe K, Leu A, Schwappach D, Elger B Swiss Medical Weekly 2013; doi:10.4414/smw.2013.13820


Effects of an educational patient safety campaign on patients’ safety behaviours and adverse events

Schwappach DLB, Frank O, Buschmann U, Babst R, Journal of Evaluation in Clinical Practice 2012: doi 10.1111/j.1365-2753.2012.01820.x


Frequency of patient-reported infections among sicker adults in high-income countries: An international perspective

Schwappach DLB American Journal of Infection Control 2012: doi:10.1016/j.ajic.2012.02.011


A Systematic Review of the Effectiveness, Compliance, and Critical Factors for Implementation of Safety Checklists in Surgery

Borchard A, Schwappach DLB, Barbir A, Bezzola P Annals of Surgery 2012


Patients’ and healthcare workers’ perceptions of a patient safety advisory

Schwappach DLB, Frank O, Koppenberg J, Müller B, Wasserfallen JB International Journal for Quality in Health Care Advance Access 2011: 10.1093/intqhc/mzr062


Critical incident monitoring in paediatric and adult critical care: from reporting to improved patient outcomes?

Frey B, Schwappach DLB Current Opinion in Critical Care 2010: doi 10.1097/MCC.0b013e32834044d8


Barriers and facilitators to chemotherapy patients’ engagement in medical error prevention. A vignette study.

Schwappach DLB, Wernli M, Annals of Oncology 2010: DOI 10.1093/annoc/mdq346


'New perspectives on well-known issues': Benchmarking patients' experiences and perceptions of safety in Swiss hospitals

Schwappach DLB, Frank O, Hochreutener MA


Chemotherapy patients’ perceptions of drug administration safety

Schwappach DLB, Wernli M, Journal of Clinical Oncology 2010: DOI: 10.1200/JCO.2009.27.6626


Work-related experience and behavior patterns and predictors of mental health in German physicians in medical practice

Voltmer E, Schwappach DLB, Frank E, Wirsching M, Spahn C Family Medicine 2010: 42(6):433-9


Medication errors in chemotherapy: Incidence, types and involvement of patients in prevention. A literature review.

Schwappach DLB, Wernli M, European Journal of Cancer Care 2010: DOI: 10.1111/j.1365-2354.2009.01127.x


Engaging patients as vigilant partners. A systematic review.

Schwappach DLB, Medical Care Research and Review 2010: doi:10.1177/1077558709342254


Am I (un)safe here? Chemotherapy patients’ perspectives towards engaging in their safety

Schwappach DLB, Wernli M, Quality & Safety in Health Care 2010: doi:10.1136/qshc.2009.033118


Oncology Nurses’ perceptions about involving patients in the prevention of chemotherapy administration errors

Schwappach DLB, Hochreutener MA, Wernli M, Oncology Nursing Forum 2010: doi 10.1188/10.ONF.E84-E91


Predictors of chemotherapy patients’ intentions to engage in medical error prevention

Schwappach DLB, Wernli M, The Oncologist 2010: doi: 10.1634/theoncologist.2010-0117


On the comprehensibility of German hospital quality reports: systematic evaluation and need for action

Friedemann J, Schwappach DLB, Schubert HJ, Das Gesundheitswesen 2009: DOI 10.1055/s-0028-1086010


Offenlegen oder nicht? Chancen und Risiken der Veröffentlichung von medizinischen Qualitätsvergleichen

Schwappach DLB, Schubert HJ Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007


Working conditions and work-family conflict in German hospital physicians: Psychological and organizational predictors and consequences

Fuss I, Nübling M, Hasselhorn HM, Schwappach DLB, Rieger MA, BMC Public Health 2008: doi:10.1186/1471-2458-8-353


What makes an error unacceptable? A factorial survey on the disclosure of medical errors

Schwappach DLB, Koeck CM International Journal for Quality in Health Care 2004: 16; 4: 317–326