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Projekte

Aktionswoche 2016 Unerwünschte Reaktionen auf Medikamente und Medikationsfehler gehören zu den grössten Risiken, welche die Patientensicherheit im Spital beeinträchtigen. Untersuchungen zufolge sind allein in der Schweiz geschätzte 20‘000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Deshalb stellte die nationale Aktionswoche Patientensicherheit 2016 den Medikationsplan ins Zentrum aller Aktivitäten.
Doppelkontrolle Bei der Verordnung, dem Richten und Verabreichen von Hochrisiko-Medikation wird oft eine Doppelkontrolle eingesetzt, um Fehlern entgegenzuwirken. Doch wie wirksam ist diese Methode? Im Jahr 2017 hat Patientensicherheit Schweiz ein von der Krebsforschung Schweiz und der Hanela Stiftung finanziertes Forschungsprojekt abgeschlossen, welches die Durchführung der Doppelkontrolle in der Onkologie untersuchte. Parallel dazu begannen die Entwicklung einer Empfehlung zu Doppelkontrollen bei der Anwendung von Hochrisiko-Medikamenten. Sie erscheinen im Herbst 2018.
Fehlapplikation von Vincristin In der internationalen Literatur sind über 100 Fälle bekannt, in denen das Zytostatikum Vincristin versehentlich intrathekal statt intravenös verabreicht wurde. Dies hat tödliche Folgen für den Patienten. Um solche Fehlapplikationen zu vermeiden, haben verschiedene Institutionen Empfehlungen publiziert. Darin wird erläutert, dass beispielsweise mit einem Wechsel der Darreichungsform von Vincristin auf Infusionsbeutel eine Fehlapplikation vermieden werden könnte, da eine Infusion kaum intrathekal verabreicht würde. Eine Studie aus Deutschland zeigt allerdings, dass diese Empfehlungen nur beschränkt umgesetzt werden. Patientensicherheit Schweiz erforscht sie Situation in der Schweiz.
progress! Sichere Chirurgie Sogar hervorragend ausgebildete und hoch motivierte Fachleute sind nicht davor gefeit, Fehler zu machen. Um die Zahl der invasiven Zwischenfälle in der Schweiz zu senken, hat Patientensicherheit Schweiz vom Sommer 2013 bis Sommer 2015 das Pilotprogramm progress! Sichere Chirurgie durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass das ausnahmslose und komplette Durcharbeiten der dreiteiligen Checkliste hilft, Fehler zu vermeiden oder rechtzeitig abzuwenden.
progress! Sichere Medikation an Schnittstellen Was können Patientinnen, Ärzte, Pflegende und Apotheker tun, um Medikamentenfehler beim Spitaleintritt vermeiden zu helfen? Dies hat Patientensicherheit Schweiz zusammen mit acht Pilotspitälern erforscht und erprobt. Eine Reihe praktischer Hilfsmittel für Patienten und für Leistungserbringende im Gesundheitswesen sind das Resultat dieses nationalen Projektes, das massgeblich vom BAG mitfinanziert wurde. Hintergrund ist, dass jährlich 20‘000 Spitalaufenthalte hierzulande allein auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen sind. Jeder zehnte Spitalpatient wird durch Medikationsfehler oder unerwünschte Wirkungen geschädigt.
progress! Sichere Medikation in Pflegeheimen Bis zur Hälfte der unerwünschten Komplikationen durch Arzneien in Pflegeheimen sind vermeidbar. Mit dem Programm «progress! Sichere Medikation in Pflegeheimen» nimmt sich die Stiftung Patientensicherheit Schweiz diesem wichtigen Thema an.
progress! Sicherheit bei Blasenkathetern Jede sechste hospitalisierte Person erhält hierzulande einen Blasenkatheter. In 3 bis 7 Prozent pro Tag birgt er das Risiko einer Infektion. Nach 30 Kathetertagen weisen trotz ordnungsgemässer Pflege alle Patienten eine Bakteriurie auf. Ein Viertel davon erkrankt an einer Infektion. Das dritte nationale progress!-Programm soll unter der Maxime «seltener, kürzer, sicherer» die Einsatzhäufigkeit und Einsatzdauer von Blasenkathetern reduzieren sowie die Sicherheit bei der Einlage beim Patienten erhöhen.

Publikationen

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Quick-Alerts®

Quick-Alert Nr. 42 – «Risiken und Nebenwirkungen des Point of Care Testing (POCT) im Spital»

Point of Care Testing-Geräte sind aus dem klinischen Alltag von Gesundheitseinrichtungen nicht mehr wegzudenken. Die patientennah durchgeführten Laboranalysen werden häufig direkt am Patientenbett durchgeführt.

Paper of the Month

Paper of the Month Nr. 70 – Erfolgreiches Absetzen unangemessener Medikation im Pflegeheim

Wouters und Kollegen untersuchten in einer Clusterrandomisierten Studie in den Niederlanden, ob durch eine einmalige multidisziplinäre, vierstufige Intervention („3MR“) unangemessene Medikamente erfolgreich – also ohne gesundheitliche

Nachteile für die Bewohnerinnen und Bewohner – abgesetzt werden können.


Paper of the Month Nr. 46 – Reduktion des Langzeit-Benzodiazepin-Gebrauchs älterer Patienten durch Schulung und empowerment

Tannenbaum und Kollegen prüften in einer Cluster-randomisierten Studie die Wirksamkeit einer direkten Patientenschulung zu inadäquatem Langzeit-Benzodiazepin-Gebrauch.


Paper of the Month Nr. 38 – Erkennen von unerwünschten Arzneimittelereignissen bei älteren Patienten

Klopotowska et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig UAEs bei älteren Patienten auftreten und wie gut medizinische Teams im Spital sie erkennen.


Paper of the Month #23 – Disproportionalitäts-Methode zur Analyse von Fehlermeldungen am Beispiel Langzeitpflege

Viele Einrichtungen der Gesundheitsversorgung verfügen heute über interne Fehler-Meldesysteme. Hansen et al. stellen eine einfache Methode vor, die Auskunft darüber geben kann, welche Medikamente und Medikamenten-Ursache-Kombinationen überproportional in gemeldeten Fehlern vertreten sind.


Paper of the Month #10 – Medikations-Diskrepanzen beim Übergang vom Spital ins Pflegeheim

Tija et al. untersuchten, wie häufig Diskrepanzen in den Medikamenten-Verordnungen zwischen verschiedenen Dokumentationen beim Wechsel von der akut-stationären zur subakuten Versorgung in einem Pflegeheim auftreten.


Wissenschaftliche Publikationen

Patients’ and healthcare workers’ perceptions of a patient safety advisory

Schwappach DLB, Frank O, Koppenberg J, Müller B, Wasserfallen JB International Journal for Quality in Health Care Advance Access 2011: 10.1093/intqhc/mzr062