Für Patienten und Angehörige

PatientInnen und ihre Angehörige können etwas für die Sicherheit im Spital, Pflegeheim oder in der Arztpraxis tun. Im Rahmen von Pilot- und Forschungsprogrammen bietet Patientensicherheit Schweiz Anleitungen und Hilfestellungen an.

Patientensicherheit Schweiz ist keine Anlaufstelle für Probleme seitens Patientinnen und Patienten und bietet keine Beratungsleistungen an. Die Hauptaufgabe der Stiftung liegt in der Vermeidung von Fehlern auf Seiten von Fachpersonen. Falls Sie an einer Beratung interessiert sind, bitten wir Sie, sich an die Schweizerische Patientenorganisation SPO zu wenden: Telefonnummer 0900 567 047 (Mo-Do 9-12h I CHF 2.90/Min.)

Zur SPO-Website

Fehler vermeiden – Helfen Sie mit!

Patienten und Angehörige können helfen, Behandlungsfehler im Spital zu vermeiden. Wann und wie, zeigt die Broschüre «Fehler vermeiden – Helfen Sie mit!» von Patientensicherheit Schweiz.

Es gibt sie in elf Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Albanisch, Portugiesisch, Rumänisch, Serbisch, Spanisch,Tamoul, Türkisch. Kurzversion der Patientenbroschüre: Deutsch, Französisch, Italienisch.

 


Sicherer Umgang mit Medikamenten

Die Informationsbroschüre «Sicherer Umgang mit Medikamenten» zeigt auf, worauf Patientinnen und Patienten und Angehörige beim Umgang mit Medikamenten achten können. Die Broschüre gibt es in den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Sie kann als PDF heruntergeladen werden. Die Broschüre ist als A5-Hochformat für einen Broschürendruck angelegt, aktivieren Sie dafür bitte im eigenen Druckmenü die Funktion «Broschürendruck».

Download Broschüre


Speak Up: Bedenken aussprechen

Mit der Speak Up-Initiative will Patientensicherheit Schweiz die Fachwelt, die Patienten und die breite Öffentlichkeit dazu ermutigen, jegliche Bedenken und Zweifel während der medizinischen Behandlung anzusprechen. Dafür hat sie unter anderem einen animierten Kurzfilm erstellt, der veranschaulicht, wie Fachleute und Patienten während einer Behandlung gemeinsam für mehr Sicherheit sorgen können.


Gefahr durch Polymedikation

Wer viele Medikamente verschrieben bekommt, muss aufpassen: Je mehr Medikamente man einnimmt, umso grösser ist die Gefahr, dass es zu Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten oder anderen Problemen kommt. Prof. Dr. David Schwappach, wissenschaftlicher Leiter von Patientensicherheit Schweiz, gab dazu in mehreren Sendungen Empfehlungen ab:


Medikamentenplan zum Ausfüllen

Unerwünschte Reaktionen auf Medikamente sowie Fehler bei der Verordnung und Verabreichung von Arzneimitteln sind ein schwerwiegendes Problem für die Patientensicherheit. In der Schweiz sind Schätzungen zufolge 20‘000 Spitalaufenthalte pro Jahr auf medikamentenbedingte Probleme zurückzuführen. Patientinnen, Patienten und deren Angehörige können mithelfen, dies zu vermeiden. Patientensicherheit Schweiz stellt dafür einen Medikamentenplan zur Verfügung, in den alle Medikamente - auch pflanzliche Heilmittel, Tees, Vitamine und Sprays - inklusive Dosis und Zeitpunkt der Einnahme eingetragen werden können.

Medikamentenplan zum Ausdrucken

Medikamentenplan zum Ausfüllen


Medikationscheckliste

Wie können Medikamentenfehler beim Spitalein- und austritt vermieden werden? Dies hat Patientensicherheit Schweiz zusammen mit acht Pilotspitälern erforscht und erprobt. Eine Checkliste für Patientinnen und Patienten sowie eine Reihe praktischer Hilfsmittel für Leistungserbringende im Gesundheitswesen sind das Resultat dieses nationalen Projektes, das massgeblich vom BAG mitfinanziert wurde. Hintergrund ist, dass jeder zehnte Spitalpatient durch Medikationsfehler oder unerwünschte Wirkungen geschädigt wird.


Medikamente in Pflegeheimen

Bis zur Hälfte der unerwünschten Komplikationen durch Arzneien in Pflegeheimen sind vermeidbar. Mit dem Pilotprogramm «progress! Sichere Medikation in Pflegeheimen» nimmt sich die Stiftung Patientensicherheit Schweiz diesem wichtigen Thema an. Nach Abschluss des Pilotgrogrammes wird es konkrete Hilfestellungen für Patientinnen und Angehörige geben.

 


Digitalisierung im Gesundheitswesen

Zum elektronischen Patientendossier, das alle Schweizer Spitäler ab dem Jahr 2020 anbieten müssen, äusserte sich der wissenschaftliche Leiter von Patientensicherheit Schweiz anlässlich der «Aktionswoche Patientensicherheit 2018». Prof. Dr. David Schwappach kritisiert im Interview mit Primary and Hospital Care: «Ein digitales System ist ein grosser Gewinn, ein schlechtes digitales System mit Datenlücken ein grosses Risiko.» Das ausführliche Interview zum elektronischen Patientendossier und zur Digitalisierung im Gesundheitswesen kann hier gelesen werden. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen dürfe nicht isoliert betrachtet werden, sagt Julia Boysen, Geschäftsführerin von Patientensicherheit Schweiz hier im Interview.


Gesundheits-Apps beurteilen

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. in Deutschland, eine Partnerorganisation von Patientensicherheit Schweiz, hat eine Handlungsempfehlung erstellt, mit der Nutzerinnen und Nutzer Gesundheits-Apps eigenständig beurteilen können. Mehr Informationen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.