Quick-Alert

Quick-Alerts sind knapp gefasste Verbesserungsempfehlungen und Warnhinweise aufgrund einzelner, relevanter, brisanter und gut eingrenzbarer Probleme in der Patientensicherheit. Diese überregional relevanten Problemfelder werden aus der CIRRNET-Datenbank identifiziert. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachexperten werden Empfehlungen entwickelt und allen interessierten Gesundheitsfachleuten zur Verfügung gestellt.

Quick-Alert Nr. 6 – “Blockiertes“ PEEP‐Ventil

Funktionsstörungen von Beatmungsbeutelventilen sind eine seltene aber potenziell gefährliche Situation. Bekannt sind Blockaden durch versehentlich in das PEEP‐Ventil eingedrungene Fremdkörper. Weitere mögliche Ursachen sind denkbar.


Quick-Alert Nr. 5 – Kontaminiertes Ultraschall Gel (Hier: ULTRASOUND Ultraschallgel der Firma Kendall)

Burkholderia cepacia ist ein multiresistentes Bakterium, das in der Lage ist, Penicillin zu metabolisieren und in Desinfektionsmitteln zu überleben.


Quick-Alert Nr. 4 – Verwechslungsgefahr! Sufenta / Sufenta forte

Wie bei allen Arzneimitteln wird bei einer Sufenta Überdosierung die pharmakologische Wirkung verstärkt. Das klinische Bild wird in erster Linie von einer Atemdepression bestimmt, welche von einer Bradypnoe bis zu einer Apnoe variieren kann. Sollte es kurz nach Gabe der Überdosis zur Entbindung kommen, sind diese Symptome auch beim Neugeborenen zu erwarten.


Quick-Alert Nr. 3 – Geknickte PDK‘s des Typs PDK-Set „epi mini set 18G LL“ REF 21890-18 (Polymedic®)

Die Verwendung von PDK-Sets „epi mini set 18G LL“ REF 21890-18 der Firma polymedic® birgt aufgrund der CIRRNET-Meldung die Gefahr in sich, dass durch das Abknicken oder durch entstehende Lecks die Funktion gestört ist. Ein Katheterabriss mit zurückbleibendem Katheterrest im Patienten ist eine vorstellbare Komplikation.


Quick-Alert Nr. 2 – Magnesiumsulfat 7 H2O 33.3%

Von einer Kantonsapotheke wird Magnesiumsulfat 7H2O 33,3% in 20 ml Ampullen geliefert. Die versehentliche Gabe der 10-fachen Dosis würde bedeuten, 33 Gramm Magnesium-Sulfat zu verabreichen. Das würde einen extrem hohen Mg-Blutspiegel zur Folge haben, der zu schweren Herzrhythmusstörungen und Versagen der Atem-Muskulatur führen könnte.


Quick-Alert Nr. 1 – Luftemboliegefahr durch Spritze als Spielzeug

Die intravenöse Injektion von 20 ml Luft ist für ein 5-jähriges Kind absolut tödlich! Das Abgeben von Spritzen an Kinder ist gänzlich zu untersagen. Achtung: auch keine leeren Spritzen liegen lassen!