Paper of the Month

Das «Paper of the Month» informiert kurz und bündig über neue wissenschaftliche Erkenntnisse von Relevanz rund um die Themen Sicherheitskultur und Patientensicherheit. Die Zusammenfassungen mit Fazit stammen aus der Feder von Prof. Dr. David Schwappach, wissenschaftlicher Leiter bei Patientensicherheit Schweiz und Dozent am Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) der Universität Bern.

Paper of the Month Nr. 56 – Return on Investment: Lohnt sich die spitalweite Implementierung des Crew-Resource-Managements?

Moffatt-Bruce und Kollegen untersuchten, ob sich die spitalweite Implementierung eines CRM-Trainings ökonomisch „lohnt“.


Paper of the Month Nr. 55 – Temporäre Vornamen zur Vermeidung von Verwechslungen in der Neonatologie

Adelman et al. untersuchten nun auf zwei grossen NICUs in den USA, ob die Einführung temporärer, aber spezifischer Vornamen bei Neugeborenen zu mehr Sicherheit führt.


Paper of the Month Nr. 54 – Einfluss von Ablenkungen auf die Rechts-Links-Unterscheidungsfähigkeit

McKinley et al. untersuchten die Rechts-Links-Unterscheidungsfähigkeit von Medizinstudierenden unter experimentellen Bedin-gungen, die verschiedene Ablenkungen involvierten.


Paper of the Month Nr. 53 – Fehlende Angaben zum Körpergewicht bei Medikamenten mit engem therapeutischen Index

Charani et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig das Körpergewicht bei Eintritt im Spital nicht erhoben und dokumentiert wird, insbesondere bei Patienten, die Antibiotika mit engem therapeutischem Index erhalten.


Paper of the Month Nr. 52 – Erweiterung des Trigger-Tools zur zeitnahen Analyse von unerwünschten Ereignissen für Verbesserungsaktivitäten

Wong et al. entwickelten und erprobten nun einen neuen Ansatz. Dabei erweiterten sie die Analyse von Krankenakten mithilfe eines Trigger-Tools in nahezu Echtzeit um ein Debriefing der beteiligten Fachpersonen.


Paper of the Month Nr. 51 – Elektronische Verordnungssysteme: Analyse von Fehlern und Fehleranfälligkeiten

Die Grundüberlegung dabei ist, dass die Technologie den Benutzer durch Limitierungen (z.B. Dosierungsgrenzen) und Warnhinweise vor fehlerhaften Verordnungen schützt. Schiff et al. untersuchten dies in einer sehr praxisnahen, zweistufigen Studie.


Paper of the Month Nr. 50 – Reduktion von Fehlern und Schädigungen durch verbesserte Patienten-Übergaben

In einer grossen multizentrischen Studie in den USA wurde die Wirksamkeit einer Übergabe-Intervention untersucht, und zwar anders als in vielen bisherigen Studien hinsichtlich patientenrelevanter Outcomes (unerwünschte Ereignisse).


Paper of the Month Nr. 49 – Besser früh als spät: Zweifelhafte Verordnungen von Antibiotika im Tagesverlauf

Ärzte, die zum Beispiel am Abend nach einer Vielzahl klinisch anspruchsvoller Aufgaben und Entscheidungen „entschei-dungsmüde“ sind, würden demnach häufiger Antibiotika verordnen. Genau dieser Frage widmeten sich Linder et al. Die Wissenschaftler untersuchten, ob der Zeitpunkt einer Konsultation im Tagesverlauf mit einer zweifelhaften Antibiotikaverordnung assoziiert ist.


Paper of the Month Nr. 48 – Vermeidung von Verwechslungen durch Patientenfotos auf dem Röntgenbild

Tridandapani et al. untersuchten in ihrer experimentellen Studie, ob durch die Ergänzung von Patientenfotos auf den Rx-Aufnahmen die Häufigkeit von Zuordnungsfehlern reduziert werden können.


Paper of the Month Nr. 47 – Vermeidung unnötiger Harnkatheter bereits in der Notaufnahme

Fakih et al. berichten in ihrer Studie von einem Qualitätsprojekt, in dem die Rate unangemessener Katheterisierungen in der Notaufnahme reduziert und der Anteil der ärztlichen Verordnungen für die Katheterisierung erhöht werden sollte.


Paper of the Month Nr. 46 – Reduktion des Langzeit-Benzodiazepin-Gebrauchs älterer Patienten durch Schulung und empowerment

Tannenbaum und Kollegen prüften in einer Cluster-randomisierten Studie die Wirksamkeit einer direkten Patientenschulung zu inadäquatem Langzeit-Benzodiazepin-Gebrauch.


Paper of the Month Nr. 45 – Netzwerkanalyse des Rat-Suchens zu Medikationsfragen zwischen Fachpersonen

Creswick und Westbrook wendeten dieses Verfahren an, um zu untersuchen, wer im Spital bei welchen peers „Medikations-Rat“ einholt, welche weiteren Informationsquellen benutzt werden, und in welchen Zusammenhang die Kommunikationsnetzwerke mit Verordnungsfehlern stehen.


Paper of the Month Nr. 44 – „No-Blame“ Kultur und individuelle Verantwortlichkeit bei wiederholten Regelverletzungen

Driver et al. untersuchten in ihrer Studie, unter welchen Bedingungen und in welcher Form die individuelle Sanktionierung von wiederholten Regelverletzungen von Fachpersonen und Patienten unterstützt wird.


Paper of the Month Nr. 43 – Weniger Fehler und unerwünschte Ereignisse durch verbesserte Übergaben

Starmer et al. untersuchten in einer prospektiven Studie die Wirksamkeit eines Interventionsbündels für bessere Übergaben auf zwei medizinischen Abteilungen eines Kinderspitals in den USA.


Paper of the Month Nr. 42 – Technische Fähigkeiten und Komplikationsraten in der bariatrischen Chirurgie

Birkmeyer et al. untersuchten nun im Rahmen der „Michigan Bariatric Surgery Collaborative“ den direkten Zusammenhang zwischen den technischen skills von Chirurgen und den klinischen outcomes bei laparoskopischen Magenbypassen.


Paper of the Month Nr. 41 – Häufige Anpassungen der Medikation während und nach der Hospitalisation

Harris und Kollegen untersuchten in einer Kohorte von Patienten über 65 Jahren, welche Veränderungen am Medikationsregime während der Hospitalisation vorgenommen werden und ob dieses direkt nach Austritt von den Patienten eingehalten wird.


Paper of the Month Nr. 40 – Medikationsfehler durch Eltern von an Krebs erkrankten Kindern

Walsh et al. untersuchten die Häufigkeit von Medikationsfehlern bei Kindern, die eine Chemotherapie erhalten und täglich Medikamente zu Hause einnehmen.


Paper of the Month Nr. 39 – Austrittskommunikation und Wiederaufnahmen ins Spital

Oduyebo et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig eine solche direkte Kommunikation zwischen Spitalärzten und weiterbehandelndem Arzt stattfindet und ob sie das Risiko für eine Wiederaufnahme reduziert.


Paper of the Month Nr. 38 – Erkennen von unerwünschten Arzneimittelereignissen bei älteren Patienten

Klopotowska et al. untersuchten in ihrer Studie, wie häufig UAEs bei älteren Patienten auftreten und wie gut medizinische Teams im Spital sie erkennen.


Paper of the Month Nr. 37 – Dauer von Haftpflichtverfahren in den USA

Über die Dauer von Haftpflichtverfahren ist insgesamt relativ wenig bekannt, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schweregrad der Patientenschädigung, dem medizinischen Fachgebiet und der Leistung von Schadensersatzzahlungen. Seabury et al. untersuchten diese Aspekte anhand einer grossen und verlässlichen Datenbasis.