Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung

Patientensicherheit Schweiz beteiligt sich am Projekt «Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung»

Rund 87 000 ältere Personen stürzen gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu (2018) in der Schweiz jährlich mit schwerwiegenden Folgen: Die sturzbedingten Verletzungen bedürfen einer ärztlichen Behandlung, machen einen Spitalaufenthalt notwendig oder führen gar zum Tod. Neben den individuellen gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen verursachen Stürze im Alter auch hohe volkswirtschaftliche Kosten. Das Projekt «Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung» widmet sich diesem Problem. Patientensicherheit Schweiz ist mit dem Teilprojekt «Spitalaustritt» nationale Partnerin des Projektes.

Ziel des Projekts ist es, das Sturzrisiko von älteren Menschen zu verringern, in dem Fachleute Personen mit erhöhter Sturzgefährdung erkennen und diese einer geeigneten Sturzprävention zu führen – die Gelegenheit dazu bietet sich unter anderem beim Spitalaustritt, in der Hausarztpraxis oder in der Apotheke.
Mit dem Teilprojekt «Spitalaustritt» von Patientensicherheit Schweiz soll sichergestellt werden, dass das im Spital ermittelte erhöhte Sturzrisiko bei Austritt der Patientinnen und Patienten an die nachsorgenden Einheiten in einer standardisierten Weise übermittelt und entsprechende sturzpräventive Massnahmen ergriffen werden.

Das Projekt «Sturzprävention in der Gesundheitsversorgung» wird von Gesundheitsförderung Schweiz sowie von Trägern und Partnern finanziell unterstützt und in den Kantonen St. Gallen, Bern, Graubünden und Jura von 2019 bis 2022 durchgeführt. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.stoppsturz.ch sowie bei Public Health Services zu finden.

Dr. Stephanie Züllig

Programmleitung

+41 43 244 14 95
E-Mail