News

Warnung vor Gefahr für Patienten durch mangelhafte Digitalisierung

Prof. Dr. David Schwappach, wissenschaftlicher Leiter von Patientensicherheit Schweiz, übt Kritik an der Art und Weise, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen umgesetzt wird. Nicht aufeinander abgestimmte Software berge Gefahren für die Patientensicherheit: «Ein schlechtes digitales System mit Datenlücken ist ein grosses Risiko». Seien die Prozesse und Systeme hingegen optimal koordiniert, sei Digital Health eine grosse Chance zum Schutz vor Behandlungsfehlern.


Patientensicherheit durch Meldesysteme: Fachleute und Politik fordern gesetzliche Grundlagen

«Der Sicherheitskultur im Gesundheitswesen muss gesetzlich mehr Gewicht gegeben werden», sagte die Vizepräsidentin der nationalen Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit, CVP-Nationalrätin Ruth Humbel an der CIRRNET-Tagung von Patientensicherheit Schweiz am 18.9. 2018 in Bern. Sie war eine von rund einem Dutzend Refererierenden zum Thema fehlende gesetzliche Regelungen für CIRS-Systeme im Spannungsfeld von Vertraulichkeitsschutz und Transparenz und plädierte dafür, dass es wie in der Flugsicherung eine bundesweite Regelung für Fehler-Meldesysteme geben soll. Humbel bekannte, dass...


Newsletter: Journée latine, Resulate Nationales Pilotprogramm und Datenschutz

Über folgende Themen informiert der Newsletter vom 11. September: Patientensicherheit Schweiz am Journée latine in Lugano, Resultate von Progress! Sicherheit bei Blasenkathetern, Aktionswoche vom 17.-23. September, die CIRRNET-Tagung zur Vertraulichkeit von Patientendaten in Zusammenhang mit Strafverfolgung sowie die neusten Publikationen und der Umgang mit Daten der Stiftung Patientensicherheit Schweiz.


Mehr Sicherheit bei Blasenkathetern: Erfolgreiche Massnahmen

Das nationale Pilotprogramm «progress! Sicherheit bei Blasenkathetern» von Patientensicherheit Schweiz und Swissnoso ist ausgewertet. Es zeigt sich, dass die getesteten Empfehlungen Patientinnen und Patienten schützen: Es treten weniger nicht-infektiöse Komplikationen auf und unnötige Katheterisierungen werden vermieden. Als nächster Schritt soll das geprüfte Interventionsbündel in möglichst vielen Spitälern umgesetzt werden, denn Blasenkatheter bergen bei langem Einsatz unter anderem die Gefahr von Harnwegsinfektionen.


Erste Aktionen 2018 zur Digitalisierung sind online

Die Themen von Spitälern, die ihre Projekte zur Aktionswoche 2018 bereits eingereicht haben, sind weit gefächert: An einem Symposium in Bern geht es unter anderem um eine künstlichen Bauchspeicheldrüse, in Castelrotto TI um die digitale Begleitung von Patientinnen mit Herz-Kreislauf-Problemen und in Zollikerberg ZH um die Aufklärung von Patienten über die digitale Triage in der Notaufnahme.

Zudem gibt es unter patientensicherheit.ch/aktionswoche-2018 eine Checkliste für Patienten zum Umgang mit Gesundheits-Apps und vieles mehr. Es können noch bis zum 14. September Aktionen eingereicht werden.