Starke juristische Orientierung behindert oft Lernen aus Fehlern

Obwohl das Schweizer Gesundheitssystem als hervorragend gilt, kommt es immer wieder zu Fehlern in der Behandlung – manchmal mit gravierenden Folgen für die Patientin oder den Patienten.

40 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Patientenanlaufstelle in der Schweiz geht Moderatorin Daniela Lager in ihrer ersten Moderation der Sendung «Puls» von Fernsehen SRF der Frage auf den Grund: Wie steht es um die Rechte der Geschädigten?

«Problematisch ist, dass wir eine sehr starke Fehlerorientierung im System haben», sagt Prof. Dr. David Schwappach von der Stiftung Patientensicherheit Schweiz im TV-Gesundheitsmagazin. «Es muss immer ein Fehler nachgewiesen werden, damit die Patientin zu ihrem Recht kommen kann», so der Direktor der nationalen Expertenorganisation. Dies sei am Ende für beide Seiten «sehr schwierig», so Schwappach, «für die Patientin, aber auch für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte».

Zur «Puls»-Sendung vom 4. November 2019 hier (Statement David Schwappach Min. 19:42–20:15)