Interaktives Lernen im «Room of Horrors» – Kampagnenmaterial für Spitäler zur «Aktionswoche Patientensicherheit 2019» ist bereit

Das interaktive Lernen im «Room of Horrors» steht im Fokus der diesjährigen Aktionswoche für Patientensicherheit der Stiftung Patientensicherheit Schweiz. Gesundheitseinrichtungen sind eingeladen, diese niederschwellige und praxisnahe Lernmethode mit ihren Mitarbeitenden vor Ort durchzuführen. Patientensicherheit Schweiz hat dazu Materialien entwickelt und berät und unterstützt Spitäler beim Einrichten eines solchen Trainingsraums. Die «Aktionswoche Patientensicherheit 2019» dauert vom 16. bis 22. September. Sie findet anlässlich des ersten WHO-Welttags der Patientensicherheit statt.

«Interaktives Lernen im Room of Horrors» ist das Motto der «Aktionswoche Patientensicherheit 2019», welche die Stiftung Patientensicherheit Schweiz zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit interessierten Gesundheitseinrichtungen in der Schweiz durchführt.

«Im 'Room of Horrors' können Fachleute im Gesundheitswesen ihr Situationsbewusstsein für alltägliche Gefährdungen der Patientensicherheit auf spielerische Art und Weise gemeinsam erhöhen», sagt Prof. Dr. David Schwappach, wissenschaftlicher Leiter bei Patientensicherheit Schweiz. «Das ist ein grosser Vorteil gegenüber theoretischen Schulungen und geht zudem ohne erhobenen Zeigefinger», so Schwappach.

Die Aktionswoche für Patientensicherheit dauert vom 16. bis 22. September 2019. In diesen Zeitraum fällt auch der erste WHO-Welttag der Patientensicherheit (World Patient Safety Day). «Wir freuen uns, wenn viele Gesundheitseinrichtungen in der Schweiz – Spitäler und weitere – bei der Kampagne mitwirken», sagt Schwappach, für den dieses Training auch ein Beitrag an eine konsequente und konstruktive Sicherheitskultur im Gesundheitswesen ist.

Ein Handbuch – sechs Szenarien

Patientensicherheit Schweiz stellt interessierten Gesundheitseinrichtungen diverse unterstützende Materialien kostenlos im Web zur Verfügung. Ein Handbuch mit Arbeitsblättern beschreibt sechs thematische Szenarien für einen «Room of Horrors»: Innere Medizin, Geriatrie, Orthopädie, Herzchirurgie, Pädiatrie und Richteraum für Medikamente.

Auf Wunsch bietet das Expertenteam von Patientensicherheit Schweiz Beratung und Unterstützung beim Einrichten eines «Room of Horrors» an.

Zum «Room of Horrors»
Ein Urinbeutel am Spitalbett, der zu hoch hängt; Lebensmittel, die im Arzneimittelkühlschrank verstaut sind; eine Morphin-Verordnung ohne Angabe, wie das Medikament verabreicht werden muss: Überall lauern Risiken und Gefahren für eine sichere Patientenversorgung.

Eine einfache und kostengünstige Lernform zur Förderung der Sicherheitskultur in Gesundheitseinrichtungen ist der «Room of Horrors», zuweilen auch «Raum des Schreckens» genannt. Er ist im englischsprachigen Raum inzwischen recht verbreitet, erste positive Erfahrungen damit haben in der Schweiz zum Beispiel das Spital Muri und das Kantonsspital Glarus gemacht.

Für das Training im «Room of Horrors» erhalten die Mitarbeitenden eine fiktive, realitätsnahe Krankenakte. Der Auftrag lautet, im nachgebildeten Patientenzimmer innerhalb eines bestimmten Zeitraums sämtliche vorgängig installierten Gefahren und Risiken ausfindig zu machen und zu dokumentieren sowie, sich gemeinsam darüber auszutauschen.

www.patientensicherheit.ch/aktionswoche (dt.)

www.securitedespatients.ch/semaine-daction (frz., ital.)