Mehr Sicherheit bei Blasenkathetern: Erfolgreiche Massnahmen

Das nationale Pilotprogramm «progress! Sicherheit bei Blasenkathetern» von Patientensicherheit Schweiz und Swissnoso ist ausgewertet. Es zeigt sich, dass die getesteten Empfehlungen Patientinnen und Patienten schützen: Es treten weniger nicht-infektiöse Komplikationen auf und unnötige Katheterisierungen werden vermieden. Als nächster Schritt soll das geprüfte Interventionsbündel in möglichst vielen Spitälern umgesetzt werden, denn Blasenkatheter bergen bei langem Einsatz unter anderem die Gefahr von Harnwegsinfektionen.

Das dritte nationale Pilotprogramm «progress!» im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit zeigt, wie die Behandlungsqualität und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten bei der Verwendung von Blasenkathetern verbessert werden kann.

Nach Abschluss des Projekts zeigt sich: Das Interventionsbündel hat sich in der Praxis bewährt. Es besteht aus den folgenden drei Massnahmen:
• Seltener: Blasenkatheter werden nur gelegt, wenn eine eindeutige Indikation gemäss Indikationsliste vorliegt.
• Kürzer: Die Liegedauer von Blasenkathetern ist so kurz wie möglich, die Indikation wird täglich überprüft.
• Sicherer: Das Legen und Pflegen von Blasenkathetern erfolgt durch speziell und regelmässig geschulte Fachpersonen mit klaren Verantwortlichkeiten.
 
«Das Interventionsbündel wird in den Pilotspitälern breit akzeptiert», sagt Stephanie Züllig, Leiterin dieses Pilotprogramms bei Patientensicherheit Schweiz. «Es kann dazu beitragen, unnötige Katheterisierungen zu vermeiden und die Einsatzdauer des Blasenkatheters auf das benötigte Minimum zu beschränken.» Mit dem Pilotprogramm «progress! Sicherheit bei Blasenkathetern» sei man einen wesentlichen Schritt weitergekommen, um die Gesundheit und Sicherheit der Patientinnen und Patienten zu verbessern.

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