Aktionswoche 2019: Interaktives Lernen im Room of Horrors

Die diesjährige Aktionswoche Patientensicherheit vom 16. bis 22. September 2019 ist einem besonders attraktiven Thema gewidmet: Dem Interaktiven Lernen im sogenannten Room of Horrors.

Dabei handelt es sich um einen Trainingsraum, in dem Gefährdungen für die Patientensicherheit ‒ zum Beispiel eine falsche Infusion ‒ versteckt sind. Interprofessionelle Teams betreten diesen Raum gemeinsam und suchen darin die Gefährdungen. Diese Simulation fördert spielerisch das Situationsbewusstsein für konkrete Gefahren für die Patientensicherheit sowie die Sicherheitskultur in Institutionen des Gesundheitswesens.

Unterstützung durch die Stiftung

Alle Spitäler sind eingeladen, im Rahmen der Aktionswoche und dem von der WHO ausgerufenen World Patient Safety Day am 17. September 2019 einen Room of Horrors einzurichten. Patientensicherheit Schweiz stellt ab Juli 2019 ein Manual in drei Sprachen für folgende Szenarien zur Verfügung: Innere Medizin, Geriatrie, Orthopädie, Herzchirurgie, Pädiatrie, Richteraum für Medikamente. Auch Auswertungsbogen sowie Poster und Flyer zuhanden der Mitarbeitenden und der Patientinnen und Patienten werden auf Deutsch, Französisch und Italienisch zum Download zur Verfügung stehen.
Fragen zur Einrichtung eines Room of Horrors beantwortet Projektleiterin Chantal Zimmermann, Fragen zu Postern und Flyer Maja Peter.

Was es braucht

Die Spitäler stellen für die Zeit der Aktionswoche vom 16. bis 22. September 2019 (oder darüber hinaus) einen Trainingsraum zur Verfügung, den sie gemäss dem gewählten Szenario einrichten. Die Projektleitung übernimmt idealerweise eine Pflegeexpertin, welche die Einzelpersonen und Teams von 3 bis 6 Personen coacht, die nach Fehler fahnden. Bei den Suchenden handelt es sich um Fachpersonen aus dem ärztlichen, pflegerischen und pharmazeutischen Bereich. Ein Durchlauf dauert ca. 20 Minuten. Dies muss entsprechend in der Personalplanung berücksichtigt werden.

Nutzen für die Spitäler

In anglophonen Ländern (USA, Kanada, UK) wurden gemäss verschiedenen Studien positive Erfahrungen gemacht mit dem Room of Horrors. Ihr Vorteil: Sie sind einfach umsetzbar und brauchen geringe finanzielle und zeitliche Ressourcen. Bei Mitarbeitenden ist diese spielerische Schulung beliebt. Sie fördert durch die praktische Aktivität mit direktem klinischem Bezug die Aufmerksamkeit für das Thema Patientensicherheit und die Sicherheitskultur.

Forschungsprojekt Room of Horrors

Begleitend zur Aktionswoche 2019 evaluiert die Stiftung in Pilotspitälern den Nutzen von Room of Horrors für die Patientensicherheit. Finanziert wird das Projekt vom Bundesamt für Gesundheit BAG.

TV-Sendung

Die Sendung «Puls» von SRF1 strahlt voraussichtlich am Montagabend, 24. Juni 2019, einen Beitrag zum Thema Room of Horrors aus.

Andere Aktivitäten im Rahmen der Aktionswoche 2019

Gesundheitseinrichtungen, die in der Zeit vom 16. ‒ 22. September eigene Aktionen durchführen zur Patientensicherheit, sind willkommen. Interessierte melden sich bitte bis zum 12. Juli bei peternoSpam@patientensicherheit.noSpamch, damit auch sie unterstützt werden durch die Stiftung.

Chantal Zimmermann

Wissenschaftlich Mitarbeiterin

+41 43 244 14 88
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