Arzneimitteltherapiesicherheit in Alten- und Pflegeheimen
Internationale Studien weisen daraufhin, dass in den Heimen zahlreiche arzneimittelbezogene Probleme und unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten, die schwerwiegende gesundheitliche und ökonomische Konsequenzen haben können. Für Deutschland fehlen aussagekräftige Daten zur Häufigkeit arzneimittelbezogener Probleme und klinisch relevanter unerwünschter Arzneimittelereignisse, die eine Abschätzung der Konsequenzen sowohl in medizinischer als auch ökonomischer Sicht gestatten.
Prospektive Querschnittsanalyse
In einer prospektiven Querschnittsanalyse werden in ca. 16 Altenheimen mit ca. 1000 Heimbewohnern die Häufigkeit und Verteilung von arzneimittelbezogenen Problemen (ABP) und insbesondere klinisch relevante unerwünschte Arzneimittelereignisse (UAE) dokumentiert und analysiert. Die sich hieraus ergebenden medizinischen, pflegerischen und ökonomischen Konsequenzen werden erfasst. Ebenfalls wird durch die Befragung der Mitarbeitenden in den Heimen der IST-Zustand der Sicherheitskultur erfasst.Entwicklung Interventionsstrategien und Schulungen
Die Ergebnisse und die häufigsten relevanten Probleme werden ausgewertet, in Expertenworkshops Interventionsstrategien entwickelt und Schulungen für Apotheker, Pflegepersonal und Ärzte durchgeführt.
Bewertung der Machbarkeit und Akzeptanz
Im zweiten Teil der Machbarkeitsstudie wird in ca. 6 Heimen mit ca. 350 Heimbewohnern, die bereits an der Querschnittsanalyse teilgenommen haben, interveniert und eine Bewertung im Hinblick auf Machbarkeit, Akzeptanz bei den Beteiligten und eine mögliche Reduktion von Komplikationen vorgenommen. Diese Studie wird durch das Bundesministerium für Gesundheit finanziert.












