Hot-Spots und Sicherheitskultur in der Grundversorgung
Für die Schweiz lagen bisher nur sehr begrenzt Daten zur Patientensicherheit im ambulanten Bereich vor. Doch sind konkrete Kenntnisse über praxisrelevante Sicherheitsprobleme erforderlich, um Risikobereiche der Patientensicherheit identifizieren und Verbesserungsbedarf benennen zu können. Ebenso wichtig sind Kenntnisse über das «Sicherheitsklima» in den Praxen, welches als systemische Umweltbedingung das Risiko für Fehler und unerwünschte Ereignisse beeinflusst. Ein positives Sicherheitsklima ist eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Massnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit.
Gewinnung von empirischen Kenntnissen in der Grundversorgung
Erstmalig in der Schweiz wurden in dieser Studie zu folgenden Fragestellungen empirische Kenntnisse gewonnen:
1. Welche Risiken für die Patientensicherheit sind aus Sicht der Grundversorger besonders häufig und relevant?
2. Wie wird das Sicherheitsklima in den Grundversorgungspraxen von Ärztinnen und Ärzten sowie von Medizinischen Praxisassistentinnen (MPAs) wahrgenommen?
Viele wichtige Sicherheitsprobleme ebenso wie das Sicherheitsklima sind massgeblich von der interprofessionellen Kommunikation, Teamarbeit und Schnittstellen beeinflusst. Daher wurde neben der ärztlichen Perspektive auch die der Mitarbeitenden in den Praxen berücksichtigt. Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens wurden Ärzte und MPAs in 13 Deutschschweizer Ärztenetzwerken befragt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass die relevantesten Sicherheitsrisiken im Bereich des Medikationsprozesses, der (Telefon-)Triage bei Kontaktaufnahme der Patienten, der Diagnosestellung und bei der Überwachung der Patienten in der Praxis bestehen. Aber auch die Bereiche Untersuchung und therapeutischen Massnahmen stellen relevante Risikobereiche in den Grundversorgungspraxen dar. Darüber hinaus konnten zahlreiche berufsgruppenspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung und Bewertung kritischer Ereignisse sowie in Bezug auf das Sicherheitsklima in den Praxen identifiziert werden.
Bei der Analyse von Risiken in Hausarztpraxen und der Planung von Massnahmen sollten deshalb sowohl Ärzte als auch Medizinische Praxisassistentinnen einbezogen werden. So können Wissen und Erfahrung beider Berufsgruppen sich ergänzen und eine hohe Qualität in der Betreuung von Patienten in der Grundversorgung gewährleisten.
Studienpartner und Finanzierung
An der Studie nahmen die Grundversorgungsnetze mediX Bern, mediX Zürich, hawadoc, und eastcare teil. Medswiss.net und der Schweizerische Verband Medizinischer PraxisAssistentinnen (SVA) unterstützten die Studie. Sie wurde massgeblich finanziert durch die FMH.
Die Studie wurde mit dem Förderpreis 2011 des Forum Managed Care ausgezeichnet.
Gewinnung von empirischen Kenntnissen in der Grundversorgung
Erstmalig in der Schweiz wurden in dieser Studie zu folgenden Fragestellungen empirische Kenntnisse gewonnen:
1. Welche Risiken für die Patientensicherheit sind aus Sicht der Grundversorger besonders häufig und relevant?
2. Wie wird das Sicherheitsklima in den Grundversorgungspraxen von Ärztinnen und Ärzten sowie von Medizinischen Praxisassistentinnen (MPAs) wahrgenommen?
Viele wichtige Sicherheitsprobleme ebenso wie das Sicherheitsklima sind massgeblich von der interprofessionellen Kommunikation, Teamarbeit und Schnittstellen beeinflusst. Daher wurde neben der ärztlichen Perspektive auch die der Mitarbeitenden in den Praxen berücksichtigt. Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens wurden Ärzte und MPAs in 13 Deutschschweizer Ärztenetzwerken befragt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass die relevantesten Sicherheitsrisiken im Bereich des Medikationsprozesses, der (Telefon-)Triage bei Kontaktaufnahme der Patienten, der Diagnosestellung und bei der Überwachung der Patienten in der Praxis bestehen. Aber auch die Bereiche Untersuchung und therapeutischen Massnahmen stellen relevante Risikobereiche in den Grundversorgungspraxen dar. Darüber hinaus konnten zahlreiche berufsgruppenspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung und Bewertung kritischer Ereignisse sowie in Bezug auf das Sicherheitsklima in den Praxen identifiziert werden.
Bei der Analyse von Risiken in Hausarztpraxen und der Planung von Massnahmen sollten deshalb sowohl Ärzte als auch Medizinische Praxisassistentinnen einbezogen werden. So können Wissen und Erfahrung beider Berufsgruppen sich ergänzen und eine hohe Qualität in der Betreuung von Patienten in der Grundversorgung gewährleisten.
Studienpartner und Finanzierung
An der Studie nahmen die Grundversorgungsnetze mediX Bern, mediX Zürich, hawadoc, und eastcare teil. Medswiss.net und der Schweizerische Verband Medizinischer PraxisAssistentinnen (SVA) unterstützten die Studie. Sie wurde massgeblich finanziert durch die FMH.
Die Studie wurde mit dem Förderpreis 2011 des Forum Managed Care ausgezeichnet.
Mehr Informationen zum Thema
Projektposter
(pdf, 63.9 KB)
Präsentation zum Thema
Hot-Spots der Patientensicherheit in der Grundversorgung
(ppt, 1.4 MB)












