Patientenpräferenzen zu Informationen über Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln
Für die Partizipation der Patienten bei der Therapieentscheidung ist eine umfassende und verständliche Darstellung des Nutzens und der potenziellen Risiken von Arzneimitteln ein wichtiger Faktor.
Packungsbeilagen lösen Unsicherheiten bei Patienten aus
Neben der mündlichen Aufklärung des Arztes dient hierzu die so genannte Packungsbeilage. Diese wird von vielen Patienten als zu lang und unverständlich empfunden. Zusätzlich führt sie bei rund einem Viertel der Befragten dazu, dass ein verordnetes Medikament nicht eingenommen wird. Bisher gibt es in Deutschland keine Untersuchungen darüber, welche Information im Hinblick auf ihre Medikamente und welche Art der Darstellung dieser Information Patienten präferieren.
Evaluation und Auswertung von Patientenpräverenzen
Im Rahmen der Studie wurden mittels Fokusgruppeninterviews an insgesamt 35 Personen zunächst deren Wünsche in Bezug auf eine schriftliche Arzneimittelinformation erfasst. Die Fokusgruppeninterviews wurden anschließend in einer vierköpfigen Analysegruppe (Patient, Pflegewissenschaftler, Apothekerin, Hausarzt) inhaltsanalytisch ausgewertet. Die dabei gewonnenen Attribute (z.B. Nebenwirkungen) und Ausprägungen (z.B. alle vs. die häufigsten Nebenwirkungen) dienten anschließend als Grundlage für eine Präferenzmessung an 1000 Personen in den Städten Witten, Dortmund und Bochum, in der ihre relative Bedeutung analysiert wurde.
Im 2. Teil der Studie wird prospektiv, randomisiert der Wissenszuwachs von 420 Patienten in Allgemeinarztpraxen über ihre Medikamente unter Anwendung der im Teil 1 erarbeiteten Patienteninformationen anhand standardisierter Fragen gemessen sowie eventuelle Konsequenzen aus der dargebotenen Information evaluiert. (Laufzeit: 3 Jahre, BMBF Förderkennzeichen: 01GX0751)
Projektleitung
Das Projekt wird von Frau Prof. P. Thürmann (Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie an der Universität Witten und Leiterin des Philipp Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie, Helios Kliniken Wuppertal) sowie Prof. Dr. med. Stefan Wilm, Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH geleitet. Die Stiftung für Patientensicherheit leitet den Teil der Erhebung und Modellierung der Präferenzen (Discrete-Choice-Modell).
Packungsbeilagen lösen Unsicherheiten bei Patienten aus
Neben der mündlichen Aufklärung des Arztes dient hierzu die so genannte Packungsbeilage. Diese wird von vielen Patienten als zu lang und unverständlich empfunden. Zusätzlich führt sie bei rund einem Viertel der Befragten dazu, dass ein verordnetes Medikament nicht eingenommen wird. Bisher gibt es in Deutschland keine Untersuchungen darüber, welche Information im Hinblick auf ihre Medikamente und welche Art der Darstellung dieser Information Patienten präferieren.
Evaluation und Auswertung von Patientenpräverenzen
Im Rahmen der Studie wurden mittels Fokusgruppeninterviews an insgesamt 35 Personen zunächst deren Wünsche in Bezug auf eine schriftliche Arzneimittelinformation erfasst. Die Fokusgruppeninterviews wurden anschließend in einer vierköpfigen Analysegruppe (Patient, Pflegewissenschaftler, Apothekerin, Hausarzt) inhaltsanalytisch ausgewertet. Die dabei gewonnenen Attribute (z.B. Nebenwirkungen) und Ausprägungen (z.B. alle vs. die häufigsten Nebenwirkungen) dienten anschließend als Grundlage für eine Präferenzmessung an 1000 Personen in den Städten Witten, Dortmund und Bochum, in der ihre relative Bedeutung analysiert wurde.
Im 2. Teil der Studie wird prospektiv, randomisiert der Wissenszuwachs von 420 Patienten in Allgemeinarztpraxen über ihre Medikamente unter Anwendung der im Teil 1 erarbeiteten Patienteninformationen anhand standardisierter Fragen gemessen sowie eventuelle Konsequenzen aus der dargebotenen Information evaluiert. (Laufzeit: 3 Jahre, BMBF Förderkennzeichen: 01GX0751)
Projektleitung
Das Projekt wird von Frau Prof. P. Thürmann (Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie an der Universität Witten und Leiterin des Philipp Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie, Helios Kliniken Wuppertal) sowie Prof. Dr. med. Stefan Wilm, Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Private Universität Witten/Herdecke gGmbH geleitet. Die Stiftung für Patientensicherheit leitet den Teil der Erhebung und Modellierung der Präferenzen (Discrete-Choice-Modell).












